Dojokun
Eins ist: Vervollkommene deinen Charakter
hitotsu, jinkaku kansei ni tsutomeru koto
Eins ist: Bewahre den Weg der Aufrichtigkeit
hitotsu, makoto no michi o mamoru koto
Eins ist: Entfalte den Geist der Bemühung
hitotsu, doryoku no seishin o yashinau koto
Eins ist: Sei höflich
hitotsu, reigi o omonozuru koto
Eins ist: Bewahre dich vor übertriebener Leidenschaft
hitotsu, kekki no yû o imashimuru koto
"Diese Dojoregeln wurden vom okinawischen Karatemeister Sakugawa Shungo aufgestellt. Dieser nahm als Grundlage die chinesischen dôjôkun, die bis auf Bodhidharma zurückreichen.
Diese Regeln werden in Japan am Ende jedes Trainings vom höchsten Schülergrad, dem sempai, aufgesagt und von den anderen Schülern, den kôhai, wiederholt. Dann verbeugt man sich in gewohnter Weise: erst nach vorne (shômen) bzw. bei Existenz eines kleinen Altars zum Sitz der Ahnen / Götter (shinza), dann zum Trainer / Meister (sensei) und meistens als dritten Gruß zueinander (otagai)." (Schlatt, 1995, S. 102f.)

